Mittwoch, 23. September 2020 - 18 Euro

Mittwoch, 23. September 2020 19 Uhr
Kundenzentrum der Sparkasse HGP
Klesmerplatz 1
Salzgitter-Bad

Ulf Schneider & Philip Schulz

NIGHT ON EARTH

Der Geiger Ulf Schneider studierte bei Jens Ellermann in Hannover, bei Felix Galimir und Masao Kawasaki an der Juilliard School in New York und bei Thomas Zehetmair in Berlin. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, 1. Preisträger des Hochschulwettbewerbs in Berlin und Träger des Kunstpreises der Stadt Kassel.

Während seiner Studienzeit gründete er das Trio Jean Paul, das bei den internationalen Kammermusikwettbewerben in Melbourne und Osaka sowie beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn jeweils mit einem ersten Preis und weiteren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde.

Eine umfangreiche internationale Konzerttätigkeit führt Ulf Schneider seit über 20 Jahren regelmäßig zu bekannten Konzerthäusern und Festivals auf allen Kontinenten.

Kontinuierliche Ensemblearbeit verbindet ihn mit dem Trio Jean Paul, dem Bartholdy-Quintett und im Duo mit Jan Philip Schulze und Stephan Imorde. Darüber hinaus interessieren ihn thematisch geprägte Programme, in denen Musik und Literatur eine besondere Beziehung miteinander eingehen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit Komponisten der Gegenwart.
Einen Höhepunkt bildete 2015 die Uraufführung des "Trio Concertos" von Wolfgang Rihm in der Berliner Philharmonie sowie Aufführungen dieses Werkes zusammen mit dem WDR-Sinfonieorchester, dem Dallas Symphony-Orchestra, der Radiophilharmonie Hannover und dem Tonhalle-Orchester Zürich.

Ulf Schneider war Professor an der Musikhochschule in Detmold, bevor er 2001 als Professor an die Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover berufen wurde.
Regelmäßig wird er zu Meisterkursen und als Juror zu Wettbewerben eingeladen.
Viele seiner Studenten sind Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe und heute als Mitglieder europäischer Orchester, als Dozenten an Musikhochschulen und als Kammermusiker bekannter Ensembles erfolgreich tätig.


Der Pianist Jan Philip Schulze verfolgt eine besonders vielseitige Karriere, die ihn als Liedbegleiter, Kammermusiker und Spezialist für Neue Musik regelmäßig auf die großen Podien Europas und Asiens führt und zugleich pädagogische, veranstalterische und editorische Tätigkeiten bündelt.
 
Mit Partnern wie Juliane Banse, Rachel Harnisch, dem ensemble trioLog München, David Geringas, Jonas Kaufmann, Emmanuel Pahud, Ulf Schneider, Roman Trekel und Violeta Urmana ist Jan Phlip Schulze u.a. bei den Salzburger Festspielen, der Schubertiade Schwarzenberg, den Festivals von Luzern, Madrid, München, Edinburgh und Tokio, an der Mailänder Scala und den Opernhäusern von Valencia, Barcelona, Paris, Brüssel, in der Berliner Philharmonie und der Londoner Wigmore Hall aufgetreten.
 
Er hat zahlreiche Werke uraufgeführt und über Jahre mit den Komponisten Hans Werner Henze, Wolfgang Rihm, Dieter Schnebel, Jörg Widmann, Manfred Trojahn, Nikolaus Brass und vielen anderen eng zusammengearbeitet sowie Klavierkonzerte von Xenakis, Staude und Schöllhorn mit den Sinfonieorchester des BR und WDR und den Münchner Philharmonikern gestaltet.
 
Voll Entdeckerlust hat er in den letzten Jahren eine breitgefächerte und und vielfach preisgekrönte Diskographie eingespielt: neben hochgelobten Einspielungen der Klavierwerke von Jörg Widmann (neos) und Hans Werner Henze (col legno) umfasst sie u.a. frühklassische Kammermusik (mit dem Trio Amédée auf Dabringhaus), Hindemiths "Marienleben" (mit Rachel Harnisch bei Naxos) und Klaviersextette aus Frankreich (mit dem Arcis Quintett bei calig).

"NIGHT ON EARTH"
Eine musikalische Reise durch die nächtlichen Zeitzonen der Welt

Ulf Schneider Violine
Jan Philip Schulze Klavier

Tschechien
Zdenek Fibich (1850-1900): Jasná Noc- Klare Nacht (1873)

Italien
Ottorino Respighi (1879-1936): Berceuse aus sei pezzi d-moll P031: Andantino (1903)

PAUSE

Russland
Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893): Sérénade mélancolique b-moll op.26 (á Monsieur Leopold Auer): Andante (1875)

Litauen / USA
Joseph Achron (1886-1943): Hebräisches Wiegenlied op.35 Nr.2 (Version Leopold Auer) (1913)

USA
George Crumb (*1929): Night Music II - 4 Nocturnes (1964)

Armenien
Aram Chatschaturjan (1903-1978): Nocturne a-moll aus der Suite: "Masquerade": Andante (1944)

Schweden
Hugo Alfvén (1872-1960): Skogaen sover (Die schlafenden Wälder) op.28/6 (1911)

Norwegen
Christian Sinding (1856-1941): aus 3 Pieces op. 89: Nr. 3: Abendlied (1908)

Finnland
Jean Sibelius (1865-1957): Berceuse cis-moll op.79/6 aus "6 Morceaux" (1922)

England
Edward Elgar (1857-1934): Chanson de Nuit op.15/1 G-Dur: Andante (1897)

Polen
Karol Szymanowski (1882-1937): Notturno e Tarantella op.28 (1915)

Ungarn
Franz von Vecsey (1893-1935): Nuit de Nord: Tres lent (1921)Konzertprogramm:

Portugal
Joly Braga Santos (1924-1988): Nocturne op.1 (1942)

Spanien
Joaquin Turina (1882-1949): La Cancion del Lunar op.28/2 "A las muchachas de Sanlúcar"
aus: "El poema de una sanluquenia" (1924)

Frankreich
Gabriel Pierné (1863-1937): Berceuse F-Dur op.8 (1880)

Schweiz
Paul Juon (1872-1940): Berceuse. op.28. Nr.3 aus: Fünf Stücke op.28 (1904)

Deutschland
Ferdinand David (1810-1873): aus "Nachklänge"op.41 Nr.10:
"Gespenstergeschichte" (Ballade): Allegretto (1862)
Hans Werner Henze (1926-2012): 5 Nachtstücke (1990): Elegie-Capriccio-Erstes Hirtenlied-Zweites Hirtenlied-Ode

Österreich
Erich Wolfgang Korngold: (1897-1957): Serenade aus der Pantomime "Der Schneemann"